Die besten Tipps zum Fotografieren von Haaren & Frisuren – Darauf müsst ihr achten!

In 6 Schritten zum perfekten Frisurenfoto.

Aller Anfang ist schwer und so mussten auch wir uns erstmal in das Thema „Fotografie von Haare und Frisuren“ reinarbeiten. Das Fotografieren von Haaren unterscheidet sich stark von der normalen Fashion-, People-, Portrait-Fotografie. Die Struktur der Haare ist eine Andere als zum Beispiel die eines Gesichtes. Haare sind halt Haare und die tun was sie wollen. Es gibt im Bereich Haar-Fotografie und auch in der Bearbeitung mehr zu beachten als man am Anfang vielleicht denkt.
Wir haben schon viele Fehler gemacht und einige Bilder haben es noch nicht einmal auf den Blog geschafft. Da wurde dann einfach mal ein ganzes Shooting für die Tonne gemacht – oft merkt man nämlich erst zu Hause auf dem PC, was beim Fotoshooting alles schief gelaufen ist. Schon wenn ihr unsere ersten Bilder auf dem Blog mit denen jetzt vergleicht, dann werdet ihr den Unterschied deutlich sehen. Wir löschen sie nicht, weil eine Entwicklung auch immer etwas Positives ist.
Es gibt im ganzen „world wide web“ viele Fotografie-Tipps, aber nur wenige drehen sich dabei speziell um das Thema Haare und Frisuren und deswegen plaudern wir heute mal ein wenig aus dem Nähkästchen und zeigen euch auch ein paar „Outtakes“ – Damit ihr direkt sehen könnt, wie ihr es nicht machen solltet. 🙂

1. Haarstyling fürs Fotoshooting

  • Benutzt so wenig Haarspray wie möglich, am Besten verzichtet ihr sogar ganz darauf. Auf Fotos wirken die Haare dadurch strohig.
  • Nehmt dafür lieber Haaröl. Damit könnt ihr die kleinen abstehenden Härchen schön wegstylen und es gibt euren Haaren auf den Fotos diesen schönen und gesunden Glanz.
  • Meine Frisuren haben oft einen „messy“ Touch, aber trotzdem solltet ihr vor allem bei den Fotos darauf achten ordentlich und präzise zu flechten. Ein Foto verzeiht nicht so schnell und unsauber geflochtene Stellen bekommt man leider nicht mal eben weg retuschiert.
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    Haarstyling fürs Fotoshooting
     

2. Haare ins richtige Licht setzen

  • Eine unserer ersten und überraschendsten Lektionen war, dass man Haare und Frisuren niemals im direkten Sonnenlicht fotografieren sollte. Komisch, denn eigentlich wird einem ja oft gesagt, dass man viel Licht braucht? Was bei einem Fashion Shooting gut funktioniert, ist für ein Frisuren Shooting ein „No Go“. Alle Fotos eines ganzen Shootings waren so letztendlich unbrauchbar und das haben wir leider erst später auf dem PC gesehen. Durch die direkte Sonneneinstrahlung sehen die Haare strohig aus und bei Frisuren entstehen unschöne Schlagschatten. Und eins kann ich euch sagen: Beides bekommt man niemals nie weg retuschiert. Wir haben uns so geärgert. Aber trotzdem ist natürliches Licht immer noch das beste Licht, um Haare zu fotografieren. Also raus mit euch. 🙂
  • Ähnliches passiert euch auch, wenn ihr den Blitz der Kamera benutzt. Der sorgt zusätzlich zu den oben genannten Problemen auch noch für einen unnatürlichen Glanz. Nicht schön.
  • Manchen Bildern gibt es einen gewissen Charme, wenn man gegen die Sonne fotografiert. Schöne Silhouetten, eine zauberhafte Atmosphäre… keine Frage. Aber wenn ihr Haare und Frisuren fotografieren wollt, solltet ihr das auf keinen Fall tun. Man erkennt nichts mehr im Detail und die Haare selber werden ziemlich dunkel. Ihr verliert somit die Haare völlig aus dem Fokus. Aber zum Thema Fokus gleich mehr.
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    Haare ins richtige Licht setzen
     

3. Der Blickwinkel und die Sache mit der Perspektive

  • Die Perspektive kann bei der Fotografie von Haaren und Frisuren eine große Rolle spielen. Ich bin jedes mal wieder verwundert, dass ausgerechnet die Bilder am schönsten werden in denen ich meinen Kopf gefühlt total unnatürlich verrenke. Letztendlich auf dem Foto sieht diese Pose dann aber total natürlich aus. Einfach nur gerade auf die Haare fotografieren wirkt oft uninteressant, da man diese Ansicht gewohnt ist. Man muss neue Perspektiven finden und darauf achten die Haare dabei im Fokus zu behalten. Die sollen ja das Bild dominieren. Versucht einfach mal verschiedene Blickwinkel aus, um den Richtigen für euch zu finden.
  • Wir machen sehr gerne Detailfotos von den Frisuren. Dabei fotografieren wir meist gar nicht das offensichtlichste Detail. Interessant wirken oft die simplen Details aus einer interessanten Perspektive. Wie gerade schon geschrieben, sollte man das Detail nicht so fotografieren wie man natürlich draufguckt, sondern mit Absicht eine andere Ansicht darauf wählen.
  • Einen kleinen Tipp zur Perspektive haben wir auch noch für euch: Kippt als Model den Kopf beim Fotografieren immer ein wenig in Richtung der Kamera – zumindest bei Fotos von der Seite oder von hinten. Auf dem Bild selber fällt das kaum auf, aber die Haare wirken länger. 🙂
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    Der Blickwinkel und die Sache mit der Perspektive
     

4. Die Haare im Fokus

  • Man liest oft, dass im Hintergrund nichts von den Haaren ablenken soll und deswegen stellen sich einige für Frisurenfotos einfach vor eine weiße Wand. Ja, das funktioniert tatsächlich sehr gut und es ist auch unsere Empfehlung. Wir brechen allerdings mit dieser Regel… immer. 🙂 Trotzdem achten wir darauf, dass der Hintergrund nicht zu sehr von den Haaren ablenkt. Zum Beispiel gucken wir, dass die Gebäude und Sehenswürdigkeiten genug Abstand von meinen Haaren/Frisuren haben.
  • Da ich nicht vor einer weißen Wand stehe, sondern vor allen möglichen (ablenkenden) Orten, mussten wir uns etwas überlegen um den Fokus trotzdem auf die Haare zu lenken. Wir achten beim Fotografieren nun immer darauf, dass der Hintergrund unscharf aussieht, denn er soll nicht die ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Es geht ja schließlich um meine Frisur und die wird scharf vor dem unscharfen Hintergrund fotografiert. 🙂
  • Die Haare sollen das Bild in gewisser Weise dominieren. Nicht das Outfit oder wie oben schon gesagt der Hintergrund. Deswegen kann man sagen: Je länger die Haare sind, umso weiter weg kann das Foto gemacht werden. Wenn die Haare kürzer sind muss man näher ran gehen, damit sich die Haare nicht allzu sehr im Bild verlieren.
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    Die Haare im Fokus
     

5. Kenne deine Kamera

  • Manuell. Das ist der erste Schritt zum perfekten Foto. Vergiss die automatischen Einstellungen und konzentriere dich auf die gesamte Szene. Die einzigen automatischen Helfer die wir nutzen, ist die Bildstabilisierung und der Auto-Fokus – hier jedoch ausschließlich den Einzel-Spot.
  • Beherrsche die Einstellungen im Schlaf. Du musst manchmal schnell reagieren können, um eine gewisse Atmosphere einzufangen – zum Beispiel ein toller Schattenwurf oder ein bewegendes Obejkt im Hintergrund. ISO, Blende, Verschlusszeiten und auch die Bildbetrachtung auf dem kleinen Bildschirm solltest du schnell bedienen können, um gewisse Momente mit zwei oder drei verschiedenen Einstellungen abgelichtet zu haben. Gerade in der Anfangszeit ist es schwer die perfekten Einstellungen zu finden. Dies wird aber mit der Zeit langsam ins Blut übergehen.
  • Und natürlich solltest du den Verbrauch deiner Kamera gut einschätzen können: Wie viele Fotos kann ich mit einem Balken noch machen? Reicht das für diese Szene noch? Im Notfall lieber vorher den Akku tauschen. Nichts ist schlimmer als im perfekten Setting keinen Akku mehr zu haben – man kennt das ja.
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    Kenne deine Kamera
     

6. Bildbearbeitung und worauf man sonst noch achten sollte

  • Wichtig ist es das Bild nachträglich zu schärfen und Kontraste auszuarbeiten. Das gibt dem Bild leben und man erkennt die Details der Frisur viel besser. Aber wie bei allem im Leben: Übertreibt es nicht! Zu viel schärfe lässt die Haare strohig und sogar fettig aussehen.
  • Gerade bei meinen blonden Haaren stelle ich immer wieder fest, dass sie auf Fotos einen leichten gelbstich haben – mehr als im „real life“. Deswegen muss der gelbstich raus und auch etwas Wärme und Sättigung. So sehen meine Haare eisiger aus und das wirkt einfach besser auf einem Frisurenfoto.
  • Ich weiß nicht woran es liegt, aber ein grüner Hintergrund wirkt einfach nicht gut auf Bildern. Manchmal ist es in einem gewissen Rahmen zwar ok, aber ihr solltet weitestgehend darauf verzichten. Zum Beispiel bei Instagram merke ich immer wieder, dass meine grünen Fotos weniger likes bekommen. Genau andersrum ist das übrigens bei der Food Fotografie. Ich finde das super schade, da wir total gerne draußen shooten. Kann mir irgendwer erklären, warum das so ist?
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    Bildbearbeitung und worauf man sonst noch achten sollte
     

Zum Schluss möchte ich euch noch erzählen, dass ich auf den braids.life Social Media Kanälen regelmäßig Handybilder poste – die funktionieren dort nämlich super. Die Handys machen mittlerweile wirklich tolle Bilder und die Bearbeitungsmöglichkeiten dort sind so gut geworden. Viele der oben genannten Punkte solltet ihr also auch bei Frisurenfotos mit eurem Handy anwenden.
Auf einem Blog haben sie aber meiner Meinung nach nichts zu suchen. Wir benutzen die Kamera D5300 von Nikon und lernen bei jedem Fotoshooting Neues dazu. Wir sind noch lange nicht bei perfekt angekommen, aber das ist auch gut so. 🙂

Gebt mir doch bitte ein kurzes Feedback ob euch solche Themen auch in Zukunft interessieren?

Unterstützt durch:
Maranka Accessoires
…die mir dieses wunderschöne Stirnband kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

Eure Mny
♡♡♡

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